Die LAG Jungenarbeit SH


Zu den Gründungsmitgliedern der LAG-SH, Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit Schleswig-Holstein zählten Fachmänner aus der Jungen- und Männerarbeit, aus Schule und weiteren Berufsfeldern. Insgesamt zählt die LAG Jungenarbeit Schleswig-Holstein aktuell etwa 30 Mitglieder und ist ein Zusammenschluss von freien und städtischen Trägern der Jugendhilfe, die sowohl pädagogisch oder therapeutisch mit Jungen und  jungen Männern arbeiten, als auch thematisch in  der Aus- und Theoriebildung aktiv sind.

Dazu gehören:

  • psychosoziale Beratungsstellen
  • Jugendhilfe 
  • Jugendbildungsarbeit
  • Jugendfreizeiteinrichtungen
  • Kindertageseinrichtungen
  • Schulen, Fachhochschulen, Universitäten und alle anderen Bereiche, in denen das Thema „Arbeit mit Jungen“ vorkommt

Warum Jungenarbeit?

Die gesellschaftlichen Anforderungen an die einzelnen Jungen sind komplexer geworden. Die alten Vorstellungen, wie ein Junge/Mann zu sein hat, greifen nicht mehr durch gängig.

Daher brauchen Jungen in den unterschiedlichen Lebenssituationen bei der Suche nach ihrem eigenen Junge- / Mann-Sein, Schutz-, Schon- und Freiräume und eine Begleitung durch Männer (und Frauen), die situationsangemessen wertschätzend ist.

Gleichzeitig müssen bei der Arbeit mit Jungen grenzverletzendes Verhalten thematisiert und gemeinsam alternative Denk- und Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden.

Jungenarbeit ist nicht ausschließlich eine besondere Maßnahme oder Methode, vielmehr stehen in verschiedenen professionellen Zusammenhängen eine geschlechtsbezogene Perspektive auf das Verhalten, die Beziehung und die eigene Sichtweise im Vordergrund.  

Die LAG Jungenarbeit hat seit ihrer Gründung im Jahr 1997 die spezifischen und gesellschaftspolitischen Belange von Jungen in Schleswig-Holstein regelmäßig thematisiert und in der öffentlichen Diskussion etabliert.

 

Unsere Haltung zur Jungenarbeit:

Kernmethode der Jungenarbeit ist Beziehungsarbeit. Eine angemessene innere Haltung zeigt sich darin, dass Männer, die mit Jungen arbeiten, das eigene Mannsein reflektieren, sich bewusst für Jungenarbeit entscheiden, den Jungen authentisch und professionell reflektiert begegnen, sich gemäß der aktuellen Situation angemessen parteilich für die Jungen einsetzen und das Umfeld (zum Beispiel Mädchen oder andere Jungen) nicht aus dem Blick verlieren.